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Kairo - Die Stadt am Nil

12.05.2009, Melanie Bruckner,

Ich wollte das lange Wochenende vom 30.4. bis 3.5.2009 nutzen um ein paar Sonnenstrahlen zu tanken, aber auch um mir etwas anzusehen. Dazu schien mir Kairo am besten geeignet.

  Nach dem Direktflug mit Austrian Airlines, der etwa 3,5 Stunden dauert, haben wir (meine Schwester und ich) uns am Visumschalter angestellt und die Passkontrolle passiert. Das Visum kostet etwa € 15,- und war kein großer Aufwand. Gleich in der Ankunftshalle standen unzählige Transferunternehmen, die ihre Leistungen anboten und wir sind dann mit ihnen eine knappe Stunde bis zum Hotel Marriott Zamalek gefahren. Die Fahrt war "ungewohnt" für Leute, die europäische Verkehrsverhältnisse gewohnt sind. Unser Fahrer sagte uns, dass man als ägyptischer Autofahrer 4 Dinge braucht: Good breaks, good insurance, good nervs and good luck - ansonsten - Good bye!!! Dementsprechend sind die Autos ramponiert, haben nur noch einen Außenspiegel oder bleiben mitten auf der Strecke stehen. Aber es gehört alles zu dem Charme der Stadt und der Leute.


Blick vom Balkon auf die Hotelanlage Marriott Zamalek


Unser Hotel kann ich nur empfehlen. Es ist eigentlich ein alter Palast, in dem es unzählige Verpflegungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten gibt. Etwa 7 Restaurants und Bars gehören zu den Einrichtungen des Hotels sowie ein Casino. Außerdem verfügt das Marriott Zamalek über einen kleinen Außenpool und einen Spa-Bereich. Besonders empfehlenswert ist die Bar "Egyptian Nights", wo Shishas angeboten werden.

                  

Wie schon Eingangs erwähnt, wollten wir die Zeit für Erholung und Kultur nutzen. Deshalb verbrachten wir den Tag nach der Anreise am kleinen Pool und ließen es uns gut gehen. Am Abend haben wir gleich einen Tagesausflug gebucht, den wir um 8 Uhr am nächsten Tag angetreten sind. Unter anderem waren wir in Memphis, Sakkara, Giza und in einem Papyrus Museum. In Memphis, der ersten Hauptstadt Ägyptens, haben wir mehrere Statuen von Ramses II. gesehen, die wirklich detailgetreu gearbeitet sind. Da Ramses in der Armee war, stellt man ihn immer dar, wenn er gerade den linken Fuß nach vorne bewegt. Weiter ging es nach Sakkara - berühmt für die, von dem Architekten Imhotep geschaffenen, Protoypen der Stufenpyramiden. Diese kann man auch begehen und man sieht mehr als bei den zwei kleinen Pyramiden in Giza!!! Am Nachmittag folgte dann der Höhepunkt eines jeden Kairo-Besuches. Die Pyramiden von Giza! Wirklich beeindruckend! Unser Führer hat uns erzählt, dass die Bauern außerhalb der Erntezeit freiwillig an den Bauwerken gearbeitet und dafür Kost und Logis erhalten haben. So hatte jeder was davon.

               
                                                       
Leider sind die Pyramiden nicht mehr ganz so gut erhalten, da viele Einwohner Kairos Steine der Grabmäler dazu verwendet haben um eigene Häuser zu bauen. Das wurde erst später von den Behörden gestoppt. Die Sphinx in Memphis ist zwar etwas jünger als die in Giza, dafür aber besser erhalten.
Auch ein Papyrusmuseum war auf der Tour eingeplant, wo man wirklich gute Kopien (mit Zertifikat) erstehen konnte.

Alles in allem war der Aufenthalt sehr interessant und erholsam, nur leider wie jede Reise viel zu kurz. Werde auf jeden Fall nochmal nach Ägypten kommen und vielleicht eine Nilkreuzfahrt mit einem Badeaufenthalt in Hurghada oder Sharm el Sheikh kombinieren.

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