Goa - Sehnsuchtsziel am Hippietrail in Indien
Anreise nach Goa in Indien
Die Anreise nach Goa ist recht unkompliziert, denn Air India fliegt regelmäßig nonstop von Wien nach Delhi. Von hier gibt es mehrmals täglich Weiterflüge zu den beiden Flughäfen Dabolim und Manohar in Goa.
Ein paar Lehren aus der Anreise…
Wir genehmigen uns beim Umsteigen am Flughafen in Delhi eine erste authentische Mahlzeit. Wagemut macht sich nicht immer bezahlt, denn das von mir gewählte “Cola Masala” ist tatsächlich genau das was der Name sagt: Cola mit Masalagewürz, ein eher gewöhnungsbedürftiges Getränk. Mein Gemüsereis war aber super!
Um das Gepäck muss man sich auf indischen Flughäfen keine Sorgen machen, es wird händisch sanft am Förderband aufgefangen, damit nichts kaputt geht. Personal gibt es überall ausreichend für absolut jeden Handgriff, den man nicht selbst machen möchte.
Wir haben es extra getestet und es gilt: Vorsicht beim Geld wechseln am Flughafen! Selbst wenn der Kurs akzeptabel wäre, wird teilweise zusätzlich eine horrende Gebühr verlangt. Besser beim Automaten abheben und dort darauf achten, dass die Umrechnung in Euro nicht sofort, sondern von der Bank zu Hause vorgenommen wird - Eine Empfehlung die für alle Länder Südostasiens gilt.
Sehnsuchtsort der Hippiegeneration
Unser Ziel, der legendäre Hippieort Anjuna, liegt genau zwischen den beiden Airports. Wir kommen am späteren Abend an und übernachten in einer Pension einer ausgewanderten Französin im Ort. Sie teilt ihr Haus mit einigen Katzen und beim Frühstück spaziert ganz selbstverständlich eine Kuh mit Kälbchen an unserem Tisch im Vorgarten vorbei. Willkommen in Indien!
Den ersten Tag verbringen wir tatsächlich in Anjuna. An den Ständen am Weg zum Strand kommen wir natürlich an viel Gehäkeltem und Geblümtem vorbei. Und Besuchermagnet ist immer noch der wöchentliche bunte Flohmarkt am Mittwoch. Wer in den 70ern schwelgen will, ist hier gut aufgehoben. Wir unterhalten uns mit einem älteren amerikanischen Urlauber, der seit Jahrzehnten den Winter im Ort verbringt und von vergangenen Zeiten schwärmt.
Anjuna Beach
Ansonsten ist am berühmten Anjuna Beach jedoch nicht mehr viel vom entspannten Hippie-Flair zu spüren. Unzählige indische Touristen bevölkern den Strand und stellen sich an, um Bananaboat oder Jetski zu fahren. Von einer Benzinkrise ist hier nichts zu merken, die motorisierten Wassersportattraktionen sind im Dauerbetrieb und entsprechend laut.
Es wird dann eine Weile ruhiger und richtig idyllisch, da ist es dann auch wirklich schön am Strand. Doch die Ruhephase gilt nur vor dem Ansturm zum beliebten Sonnenuntergang und weil sich alle zurückziehen, um sich für die Party am Abend vorzubereiten.
Ashwem Beach / Morjim
Am nächsten Tag fahren wir ein Stück weiter Richtung Norden und versöhnen uns mit Goa. Denn hier in Morjim am wunderbaren Ashwem Beach erwarten uns ein endloser Strand, Palmen und gepflegte Beachlokale mit bequemen Liegen, Strandduschen und sauberen Toiletten. Wie überall gilt eine kleine Mindestkonsumation im Lokal, dafür werden die Liegen kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Ein paar Surfer bevölkern das Wasser am Morgen, aber es gibt keinerlei motorisierte Fahrzeuge im Wasser und es herrscht himmlische Ruhe. Einige Strandlokale haben kleine Kinderspielplätze, andere bieten stylisches Ambiente - in der Hochsaison wird es hier also sicher auch ein wenig lebhafter. Doch genauso haben wir uns das vorgestellt und es ist ein meilenweiter Unterschied zum vorhergehenden Tag!
Die Strände von Goa
Wir lassen uns das Abendessen in einem Lokal mit Tandooriofen schmecken, staunen über die tatsächlich zahlreichen Kühe, die uns allerorts begegnen und unterhalten uns noch ausführlich mit unserer Vermieterin über die Veränderungen in der Region.
Wer Party machen will, ist im berühmten Anjuna gut aufgehoben. Ansonsten bieten sich unweit davon schöne Strände etwas weiter nördlich an. Wer Unterhaltung und Infrastruktur mit Wassersportoptionen sucht, der ist am Candolim Beach richtig. Ruhiger geht es weiter südlich zu - hier warten Arossim, Benaulim und Agonda, wo es deutlich beschaulicher ist. Ein wenig trubeliger wird es am geschützt gelegenen Traumstrand von Palolem noch weiter südlich, der aber nichts von seiner Schönheit eingebüßt hat und an den kleineren ruhigen Patnem Beach grenzt.
Unser Fazit zu Goa
Es war nicht unser erster Aufenthalt in Indien. Uns haben dabei Delhi, Kochi, die Backwaters von Kerala und der frühere Aufenthalt in einem Ayurvedahotel im Südwesten sehr gut gefallen. Auch die Region Goa ist auf jeden Fall eine Reise wert. Die Region hat auch einige kulturelle Sehenswürdigkeiten und das Erbe der portugiesischen Kolonialzeit zeigt sich in Forts und Kirchen Goas. Unterkünfte gibt es in allen Kategorien an wirklich schönen Stränden mit unterschiedlichem Charakter.
Beste Reisezeit ist November bis März mit trockenem und sonnigem Wetter, perfekt um unserem Winter zu entkommen. Ab April steigt die Luftfeuchtigkeit und der Monsun zeigt sich in den Sommermonaten mit teils heftigen, länger andauernden Regenfällen. Hotels bleiben vielfach ganzjährig geöffnet, jedoch schließen zahlreiche Lokale und Geschäfte während der Regenzeit.
Weiter nach Sri Lanka!
Für uns geht es weiter zum eigentlichen Ziel dieser Reise - nach Sri Lanka. Wir fliegen über Mumbai nach Colombo und erreichen am späten Abend unser Hotel in Negombo unweit des Flughafens. Es warten ganz viele Hotels auf unseren Besuch!